Zunächst ging man davon aus, das Gründungsjahr sei 1900.
Der Name war Konstantia, das Vereinshaus war das damalige Gasthaus Decher.
Anfang der Jahrhundertwende hatte der Verein zwei alte Karabiner, keine Mehrlader,
der alten
Armee, nach Umstellung der Armee auf Karabiner 98 angeschafft.
Zehn Jahre nach der Gründung wurde am heutigen Lohpfad ein Schießstand eingerichtet,
der
im Jahre 1920 auf drei Stände (100 Meter, 150 und 175 Meter) erweitert wurde.
Geschossen wurde auf dem Schießstand am Teich.
Während des 1. Weltkrieges 1914/18 ruhte der Schießsport. Nach Kriegsende, Anfang
der
20er Jahre wurde der Schießsport wieder aufgenommen.
Ebenfalls am heutigen Teich, die Deckung war in Richtung Allendorfer Höhe, etwa bei
der
heutigen Schule. Ende der 20er Jahre wurden die beiden Scheibenbüchsen angeschafft, die
noch heute im Besitz des Vereins sind. Etwa 1925 hat ein Schützenfest stattgefunden. In den
20er und 30er Jahren wurde fast jeden Sonntag auf dem Schießstand geschossen, und zwar
auf 100 und 150 Meter. Die Deckung war ein Sandloch mit Betonboden. An einer Anzeigetafel
wurde jeder Schuss angezeigt.
Damaliger Vorsitzender war Karl Back, genannt General.
Neuer Vereinsname war ab ca. 1920/21 Horrido.
Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges ruhte der Schießsport, da fast alle Mitglieder eingezogen
wurden. Bei Kriegsende am 8. Mai 1945 wurden von den amerikanischen Besatzern alle
Vereine verboten, und die Waffen mussten abgegeben werden. Unser Vereinsmitglied Hermann
Görge rettete unsere Fahne und die beiden Scheibenbüchsen durch Ablegen in einem sicheren
Versteck.
Nachdem viele Vereine wie Gesangverein, Sportverein usw. ihr Vereinsleben Ende 1945
wieder
aufnehmen konnten, dauerte es bis 1954, ehe der Schießsport wieder aufgenommen werden
durfte.
Zunächst aber nur mit dem Luftgewehr.
© Schützenverein
„Horrido“ 1890 e. V.
Stadtallendorf
Zusammengestellt von Erich Feldpausch
Niedergeschrieben von Kirsten Ruckat
Bearbeitung und Druck: Peter Schick